Häufige Fragen

    Was ist Autogas?
    Gibt es verschiedene Gasfahrzeuge?
    Braucht mein Wagen ein Schmiermittel?

     

    Was ist Autogas?

    Autogas, auch LPG (Liquified Petroleum Gas) oder Flüssiggas bezeichnet, ist ein Gemisch aus Propan und Butan. Autogas ist nicht zu verwechseln mit Erdgas (CNG = Compressed Natural Gas). Die Gase Propan und Butan fallen hauptsächlich bei der Erdölraffinerie als leichteste Kohlenwasserstoffverbindungen ab. Autogas ist der gleiche Kraftstoff, der auch in handelsüblichen Feuerzeugen und in Gasflaschen für Camping eingesetzt wird. Der große Vorteil von Autogas gegenüber Erdgas (Methan) ist, dass aufgrund des Molekühlaufbaus Autogas bereits bei einem relativ geringen Druck von ca. 8 bar (eine Wasserleitung hat ca. 5 bar) bei 20°C flüssig wird, also flüssig in einem Tank gespeichert werden kann. Autogas wird also in einem Autogastank bei relativ geringem Druck flüssig gespeichert. Erdgas wird bei 20°C noch nicht mal bei über 1000bar flüssig, kann also nur aufwendig bei hohen Drücken gasförmig gespeichert werden.

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    Gibt es verschiedene Gasfahrzeuge?

    Grundsätzlich gibt es Gasfahrzeuge, die mit Flüssiggas betrieben werden und Fahrzeuge, deren Antriebsenergie Erdgas ist. Doch nur Flüssiggas als Kraftstoff ist Autogas!

    Flüssiggas (Autogas LPG) wird vorwiegend bei der Förderung von Erdgas und Rohöl gewonnen als Begleitgas bzw. Bestandteil von nassem Erdgas. Das in Deutschland eingesetzte Flüssiggas entstammt im wesentlichen aus den deutschen Raffinerien und in Spitzenzeiten werden die Bedarfe aus der Nordseeförderung gedeckt. Autogas wird bei einem Druck von nur ca. 6 - 8 bar in einem Autogastank gespeichert. Der Prüfdruck der Tanks beträgt dagegen mindestens 30 bar. Autogas verflüssigt sich bereits bei geringem Druck selbstständig. Es muss daher nicht aufwändig verflüssigt werden. Diese physikalischen Effekte lassen sich auch an Hand von Gasfeuerzeugen zeigen, in denen sich ebenfalls Flüssiggas befindet.

    Erdgas (CNG) Erdgas wird auf einen Druck von 200 bis 250 bar verdichtet und über spezielle Fülleinrichtungen in den Tank gepresst. Der Prüfdruck des Tankes muss daher mindestens 600 bar betragen. Erdgas ist nicht flüssig sondern auch unter diesem hohem Druck immer gasförmig.

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    Braucht mein Wagen ein Schmiermittel?

    Die Verbrennungstermperatur im Autogasbetrieb ist ca. 150° C höher als im Benzinbetrieb. Daher raten wir bei Fahrzeugen, die nicht über gehärtete Ventile und Ventilsitze verfügen, zusätzlich ein Schmiermittel für die Ventile zu verbauen. Dieses legt sich dann als Schutzfilm auf die Ventile und schützt diese somit vor den höheren Verbrennungstemperaturen.
    Zu den Fahrzeugen, bei denen das Schmiermittel verbaut werden sollte, gehören z.B. alle asiatischen und amerikanischen Hersteller. Die europäischen Hersteller verbauen größenteils gehärtete Ventile, auch wenn es hier einzelne Ausnahmen (Ford inkl. Tochterfirmen, einzelne Baujahre bei Opel, Mercedes A- und B-Klasse und VAG-Konzern der 1,6l mit Motorcode BSE) gibt. Wenn Sie uns um ein Angebot bitten, wird dort auf jeden Fall auch die Empfehlung zum Schmiermitteleinbau genannt, wenn dies bei Ihrem Fahrzeug zutrifft.
    Wir verbauen hauptsächlich die Schmiermittelvorrichtungen von Flashlube und Prins (Valve-Care).
    Bei Flashlube unterscheidet man noch die mechanische Version, bei der sobald der Motor läuft, alle 5 Sekunden ein Tropfen in den Ansaugtrakt gegeben wird und die elektronische Version, die nur im Gasbetrieb arbeitet und bei der die Dosierung drehzahlabhängig erfolgt. Zusätzlich kann hier noch eine Verteilspinne verbaut werden, welche die Zylinder einzeln mit dem Schmiermittel versorgt.
    Das Valve-Care-System arbeitet ebenfalls mit Verteilung auf die Zylinder, meldet zusätzlich noch, wenn das Schmiermittel ausgeht und läßt Sie nicht länger als 60 km ohne Schmiermittel auf Gas fahren.

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